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Borni soit qui mal y pense

 

Sudelheft

Okay, ich gebe zu, ich HABE ein logisches Problem mit dem Konzept des "Geistigen Eigentums". Und mit dem Konzept des Eigentums an Rechten. Objekte, okay, da sehe ich noch irgendwo ein, dass da jemand ein Eigentum daran haben kann.

Aber DATEN? Oder sogar Gedanken???

Nicht wirklich.

Insofern hatte ich die Hoffnung, am 1. Weihnachtstag abends nur kurze Zeit nach der Sendung auf BBC 1 vielleicht die Weihnachtsepisode "The Next Doctor" aus der Serie "Doctor Who" sehen zu können.

Hindernis 1: Die BBC erlaubt den Zugriff auf ihre Online-Videos nur für IP-Adressen, die sich auf physische Orte innerhalb des Vereinigten Königreiches beziehen.

So weit, so schlecht.

"Aber wofür gibt es z.B. YouTube?"

Dachte ich.

Hindernis 2: Die BBC hat es geschafft, dass auch bei YouTube nichts von dieser Folge zu finden ist. DRECK. Ein paar Stunden war ein erster Teil eines Feed mit zu einer ver-vir-ten Seite lockenden Link aufrufbar. Selbst der ist mittlerweile tot. Und die Kommentare ebenda wurden dezent zensiert.

Besonders jene, in denen User sich darüber beschwert haben, dass die BBC den Zugriff nur für Brit_innen in Großbritannien zulässt...

So viel zum Thema "Frohes Fest".

*brumm*

- Zwei richtige Endziffern bei Spiel 77 (Gewinnklasse 6) (Chance: 1:100), 7,00 Euro
- 3 Richtige (Gewinnklasse 8) (Chance: 1:57), ca. 10 Euro
- Zwei richtige Endziffern bei Super 6 (Gewinnklasse 5) (Chance: 1:100), 6,00 Euro

Bringt zwar alles fast kein Geld, aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist dermaßen niedrig (kombinierte Chance: 1:570.000, wenn ich mich nicht verrechnet habe), dass ich nun fest mit "Pech in allen anderen Lebensbereichen" rechnen sollte...

Irgendwie sind so Internet-Partnerinnensuchseiten seltsam. Okay. Es ist "normal", wenn ein Computerfreak sich da einträgt und auf die Idee verfällt, dass da reale UND tolle Frauen auf ihn (Brillenträger, picklig, fett oder dürr, körperlich jedenfalls eher bedingt attraktiv) fliegen, einfach, weil er existiert. Im Gegensatz zu einer real tollen Frau, bei der sowas eigentlich nicht nötig sein müsste. Theoretisch.

Bei sowas dann aber auf eine Bekannte von vor gut 10 Jahren zu treffen, mit der mensch sich nie so besonders vertragen hat (was auch an einem gewissen Altersunterschied gelegen haben kann), diese nicht zu erkennen - was auf Gegenseitigkeit beruht - und dann nach ein wenig harmlosem smalltalk bei der Verwendung bestimmter Selbstbeschreibungen so langsam zu merken, dass einem das Profilfoto irgendwoher bekannt vorkommt, verbunden mit dem Alter, der Körpergröße und der Selbstbeschreibung, das ist dann schon irgendwo peinlich. Einerseits. Dass die andere das dann aber auch nicht bemerkt hat, ist ein Stück weit beruhigend...

Richtig seltsam ist aber, dass bis zu dem Punkt im Leben keine der beiden Personen jemals mit der anderen im richtigen Leben auch nur im Traume in Betracht gezogen hätte, einen Flirt versuchsweise zu initiieren. Denn das hätte mit dem Bild von der anderen Person und von einem selbst nicht einmal ansatzweise gepasst.

Das Internet scheint also in Menschen Wesenszüge hervorzutreiben, derer sie sich nicht bewusst sind - erstaunlicherweise sogar solcher, die sie im relativ guten Sinne darstellen würden.

/// For the record: Das hat sich übrigens als Irrtum meinerseits herausgestellt. Ich träume zu viel.

Unsere CDU-Kultusministerin ist also lesbisch. Nun, wohin die Liebe fällt.

http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/07/04/cdu-politikerin-liebe/karin-wolff-heilpraktikerin

Marina Fuhrmann betreibt in Wiesbaden eine Praxis. Sie ist Präsidentin des Verbandes der Osteopathen in Deutschland. Osteopathen heilen ohne Medikamente, nur mit den Händen.

Falls das eine ernstzunehmende, wissenschaftlich fundierte Methode ist, wäre das ein richtig hübsches Paradoxon. Denn die selbe Kultusministerin hat gerade frisch betont, dass sie im Bio-Unterricht Kreationismus gelehrt, äh, diskutiert sehen möchte...

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/?em_cnt=1164488

Ich persönlich würde aber eher darauf tippen, dass die werte Frau Staatsministerin schlicht auf einem etwas seltsamen Eso-Trip ist und gerade NICHT Wissenschaft, sondern eher irgendwelche persönlichen Intuitionen als die ihre Handlungen bestimmenden Elemente sieht... Allerdings ist das natürlich rein spekulativ meinerseits...

Tja... Ich fasse mich mal kurz.

Wie ist ein Wochenende kurz nach dem Beginn einer Beziehung, wenn die Freundin eigentlich da ist, aber weder sich meldet, noch erreichbar ist, aber eigentlich Zeit haben müsste für was-zusammen-machen?

Richtig: beschissen. Und *genau so* war mein Wochenende diesmal.

Letzte Woche hat mich beim Rumstöbern unverschämterweise ein wunderschön irreales Buch angesprungen.

"Die Nixen von Estland" von Enn Vetemaa, mit Illustrationen von Kat Menschik.

Ich habe es zur Revanche für das Mich-Anspringen ausgesprochen gierig verschlungen. Was zugegebenermaßen nicht sonderlich hochkulturell war. Aber es hat gut geschmeckt. Und das obwohl es gar nicht nach Hühnchen geschmeckt hat!

Leider hatte es eine Nebenwirkung: Ich träume jetzt von (nichtklassifizierten) estnischen Nixen.

Naja. Ehrlich gesagt wäre da statt plural singular zutreffender.

Und eigentlich war das mit den Träumen keine Nebenwirkung davon, sondern eher zeitlich davor liegend.

...S-E-U-F-Z...

Alles Vergängliche
Ist nur ein Gleichnis;
Das Unzulängliche,
Hier wird's Ereignis;
Das Unbeschreibliche,
Hier ist's getan;
Das Ewig-Weibliche
Zieht uns hinan.


Okay, Thema gewechselt. Goethe. Faust II.

Auch das hat paradoxerweise was mit den Nixen von Estland zu tun. Für mich jedenfalls.

Addendum:
"Wenn du diesen Beitrag in der Zukunft erscheinen lassen willst, trage ein zukünftiges Datum ein."

kewl.
Zeitreisen.
Marty - fahr' schon mal den DeLorean vor.

Aber das ist ein anderes Gesudel.

"[..], yet mere size is not the essence of the matter[...]" (FH Bradley: "Ideal Morality" in: D. Boucher (Hrsg.) The British Idealists,Cambridge 1997, S. 125).

Der Satz kommt mir sicher nur deswegen so bekannt vor, weil ich - wie laut Bradley ein jeder - auch ein "bad self" habe.

Nähere Details lassen wir mal lieber aus.

Immerhin, es KÖNNTEN Minderjährige mitlesen.

aktuell:

[Aufreihung nach "zuletzt in der Hand gehabt" zuerst]
  • F.H. Bradley "Ethical Studies"
  • Momme Brodersen "Walter Benjamin"
  • Jens Halfwassen "Plotin und der Neuplatonismus"
  • Judith Butler "Psyche der Macht"
  • dieselbe "Das Unbehagen der Geschlechter"
  • dieselbe "Kritik der ethischen Gewalt"
[letztere drei liegen, Schande über mich, schon etwa 1 1/2 Jahr auf meinem Nachtkasten und hängen jeweils bei etwa 1/3 gelesenem Text fest...]


anstehend:
  1. Diverse Texte zur politischen und Sozialphilosophie des Britischen Idealismus/Hegelianismus, u.a. "The Mind and Its Depths" von Richard Wollheim (wobei das HOFFENTLICH BALD geliefert wird - sonst habe ich ein Problemchen...)
  2. Diverse Texte zur (neoliberalen) Hochschulreform
  3. Umberto Eco "Das Foucaultsche Pendel"
  4. evtl. ein paar egalitarismuskritische Texte, aber das ausgesprochen widerwillig
in den letzten Wochen durchgelesen:
  • Umberto Eco "Der Name der Rose"
  • derselbe "Nachschrift zum 'Namen der Rose' "
  • Axel Honneth "Sozialphilosophie zwischen Kritik und Anerkennung" (1. Beitrag)
  • Heraclitus: "Fragments" (Ausgabe von Penguin Books)

Ich hatte eigentlich gedacht, dass das Netz schnelllebig wäre.
Anscheinend doch nicht immer.

Einige Texte stehen da z.B. seit etwa 6 Jahren weitgehend unverändert herum...


Und auch die Namen von Leuten, die damals dazu gestanden haben, durchaus keine KriegstreiberInnen werden zu wollen.

Wenn ich mich da dran erinnert hätte, dann wäre vor etwa 9 Monaten eine gewisse Debatte hier in diesem Blog nochmal etwas deutlicher anders verlaufen.

Außerdem habe ich diverse "Dr. Peter Jung" und den einen oder anderen "Prof. Peter Jung" ergoogelt.

Was mich ein klein wenig Stolz macht, war, dass ich immerhin mittlerweile unter den 20 erstgenannten "Peter Jung"-Treffern bei google.de lande. Für einen langweiligen Dutzendnamen gar nicht mal schlecht.

Den Christian Kramarz, den die Hans-Seidel-Stiftung fördern will, weil er doch so sehr in ihr Profil passt, habe ich noch nicht gefunden.

Aber dafür ist ein Schreiben von mir an das Prüfungsamtes des Fachbereiches unterwegs, das mich an die "Studienstiftung des Deutschen Volkes" (schauderhafter Name übrigens...) weitermelden will.

Um Anmerkungen abzuwehren: Nein, ich stehe NICHT neuerdings auf diesen ganzen Elitenkram. Das Gegenteil ist der Fall. Tatsächlich ist es einfach so, dass ich immer weniger Nerven dafür übrig habe, meinen "regulären" Beruf auszuüben. Ich habe es SATT, alle Nase lang Leute (erfolglos) zu verklagen, weil die ihren Hintern nicht hochkriegen - außer um sich melderechtlich nach unbekannt zu verdünnisieren und drastische Unterhaltsschulden zu hinterlassen.

Ich wäre beinahe wieder in die Partei eingetreten. Also, in die richtige. In der Hochschulgruppe bin ich ja seit 2 1/2 Jahren. Aber ein Blick auf eine ganz bestimmte typisch-wirkende Szenerie hat mich am Freitagabend dazu überredet, das weiter bleiben zu lassen. Ich bin einfach nur noch sehr begrenzt leidensfähig... und das alles auf einmal zu sehen war dann doch schlicht zu viel für meine Schmerzrezeptoren...

Okay, klar, eigentlich ist StarTrek Kitsch. Und noch nicht einmal eine Sorte von Kitsch, die allgemein anerkannter Kult wäre. Vielmehr ist StarTrek vermutlich etwas für etwa 16 Jahre alte Jungs mit vielen Pickeln im Gesicht und dickgläsernen Brillen auf der Nase, die davon träumen, wie eine bessere Welt wäre, voll von Abenteuern und vor allem weit, weit weg von der Realität des Schulhofs, auf dem Leute wie sie nicht nur einfach Außenseiter, sondern sogar idealtypische Opfer darstellen.

StarTrek, das sind Serien für Knurds. Oder für Geeks. Oder wie auch immer man diejenigen nennen will, die ihre mangelnden Sozialkontakte durch möchtegernintellektuelle Träumereien (um nicht zu sagen: durch Realitätsflucht für ewige männliche Jungfrauen) emotional zu kompensieren versuchen.

Nicht, dass das wirklich gelingen würde - aber jedenfalls zog StarTrek (bzw., die bunte Welt des StarTrek-Merchandising) diese nicht sonderlich sozial akzeptierte und auch nicht gerade ästhetisch wirkende Minderheit, die ich oben beschrieben habe, seit den 60er Jahren immer wieder geradezu magnetisch an.

Nun ist es damit vorbei. Jedenfalls was "neuen Stoff" angeht. UPN, der US-Sender, der die Erstausstrahlungsrechte der aktuellen Serie "StarTrek: Enterprise" besitzt, und Paramount Pictures sind zur Auffassung gelangt, dass 2,9 Millionen Amerikaner für Freitagabend, 8 PM EST, einfach zu wenig Zuschauer sind.


Dagegen rührt sich in den USA schon ein wenig Widerstand, z.B. bei SaveEnterprise.com und The Enterprise Project. Ob allerdings andere als rein ökonomische Erwägungen (d.h., Einnahmen durch Werbezeitenverkauf) UPN oder wen auch sonst immer zur Fortsetzung der Saga bringen, sei dahingestellt.

Etwas seltsam mutet es an, dass Leute angeben, Spenden für die Fortführung der Produktion sammeln zu wollen. Riecht ein wenig nach Bauernfang - mit Nerds kann man es ja machen...

Ja, ich BIN ein Trekkie. Allerdings kein radikaler, der auf Conventions fährt, ausschließlich den Vulkaniergruß verwendet und seltsame Polyester-Uniformen bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit trägt... Mehr so die theoretische und ausgesprochen undogmatische Version.

Und ich für meinen Teil will es einfach nicht, dass diese Serien einfach so "wegen der Quoten" gekillt werden. Auch wenn ich damit im Grunde genommen nur dokumentiere, dass ich wohl nie erwachsen und vernünftig werde.

Eigentlich stellt sich für mich sogar paradoxerweise die Frage, ob man in einer Welt, die Werbeeinnahmen über eine endlich besser werdende Storyline stellt, überhaupt erwachsen werden sollte.

Ein nicht gerade einflussloser Teil von mir sträubt sich gegen den Gedanken, als "erwachsen" akzeptiert zu sein auf der Grundlage einer unkritischen Übernahme rein monetärer, kurzfristiger "Werte".

Aber da ich ja sowieso nicht existiere... [siehe vorhergehenden Beitrag vom 16.02., 22:56 Uhr, aus der Rubrik "Fallobst"]

http://bornheimer.twoday.net/referrers