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Empirische Wahlforschung

Tja... "Alle Jahre wieder"...

Nächste Woche von Montag bis Donnerstag sind "Urnenwahlen". Die Wahlbeteiligung für die Briefwahl liegt schon vor; bislang sind wir bei mageren 18,9 %.

Nach meiner privaten - zugegebenermaßen: recht spekulativen - Trendrechnung auf der Basis der Vorjahresdaten und der diesjährigen Verteilung der abgegebenen Stimmen auf die Fachbereiche sieht es so aus, als würde die Wahlbeteiligung so etwa 28,4 % erreichen können.

ABER: Falls da schon jemand die Hände in den Schoß legt und sich sagt, dass das schon "irgendwie mit den 25% Beteilung klappen wird", dann kann eben das mit den 25% auch böse ins Auge gehen...

25% Wahlbeteiligung müssen nämlich erreicht werden, damit die studentische Selbstverwaltung über ihre Mittel tatsächlich in voller Höhe verfügen kann. Letztes Mal gab es gut über 30% Wahlbeteiligung hier in FFM, diesmal... naja... wie gesagt: da ist beunruhigend viel Spielraum nach oben offen...

Leider liegen mir hier keine genaueren Daten vor; immerhin habe ich aber eine selbstgebastelte Tortengrafik, die das Ergebnis optisch verdeutlicht.

senat_torte

Achja: "Das Grüne da, das bin ich!" :o)
Okay, klar, nicht nur ich alleine. Das war Teamarbeit - und sehr angenehme noch dazu! ;-)

Sobald ich das Ergebnis, das mir vorliegt, mit dem amtlichen Endergebnis abgeglichen habe - was natürlich wiederum dessen Vorliegen voraussetzt -, kommt hier ein umfangreiches Datenfile mit total schicken Balkengrafiken (Balkengrafiken sind englisch und englisch ist modern und damit auch schick!) zum Download hin.

Glaube ich.

Muss das aber noch mal durchdenken.

Nachtrag: Habe es durchdacht.

stupa2005_analyse_vorlufiges_amtliches_abgeglichen (xls, 187 KB)

confid_13AUG04
Demokratische Partei: Rot
Republikanische Partei: Blau
"tossup": Grau



prediction_13AUG04
je dunkler, desto höher der %-Anteil im jeweiligen Staat

Momentan steht es 291:247 Stimmen für Kerry.

Allerdings...

hochrechnung (zip, 531 KB)
Datenfile, gezippt

Das hängt ausgerechnet an 0,1% der Stimmen im Staat Florida...

Hier die aktuellen Daten (die Karten vom vorherigen Beitrag sind noch aktuell; die tossup-Kategorie hat sich allerdings - Stand: 11.08.04 - ein wenig ausgedünnt; da habe ich jedoch gerade nicht so den dringenden Wunsch, zu aktualisieren, weil ob ein Staat auf der zweiten Karte nun grau ist oder nicht ist ein wenig eine Frage der individuellen Einschätzung... ). Basierend auf 385 Umfragen!

hochrechnung (zip, 531 KB)

Wenn Nader nicht antreten würde und die Nader-Stimmen zu Kerry gingen wäre dieser um 48 Wahlpersonen reicher.

So ist er weiterhin mit 264:274 hinter Bush.

[Daten zuletzt aktualisiert: 11.08., 23 Uhr]

PS: Bushs Vorsprung in Florida ist bei 0,2 % bis 0,3%

*fanfare*

Prognose Ergebnis / projected result

Prognose25terJuli21Uhr

Prognose mit 4%-Abstand als "too close to call" / projection, with 4%-margin considered as being "too close to call"

4Prozent-25terJuli21Uhr

Perhaps I should mention that I don't really LIKE this result?

In den nächsten 24 Stunden hoffe ich, hier eine Prognose für die US-Präsidentenwahl als Grafik darstellen zu können, die auf der Basis einer Sammlung von Umfragen auf Staatenbasis von mehr als einem Dutzend Umfrageinstituten beruht. Etwa 1/3 der Daten (von "Alabama" bis "Kansas") habe ich in den letzten 8 Stunden eingegeben und mit einem von mir entwickelten Programm aufbereitet.

Wobei allerdings die grafische Umsetzung nicht von mir stammen wird, sondern faulerweise vom Election Calculator von Dave Leip.

Da diese Prognose sowohl zeitliche Entwicklung als auch langfristige Grundwerte (im mathematischen Sinn) berücksichtigt, dürfte sie eine relativ niedrige Abweichung von der Wirklichkeit aufweisen. Ich tippe (allerdings ohne es beweisen zu können) auf einen Fehler von <2% pro Staat.

Die dabei verwendeten Daten werden (hoffentlich) im Rahmen des hier schon erwähnten Empiriepraktikums regelmäßig gepflegt und erweitert und sollten bis zur Wahl am 2.11.2004 noch genauer die Realität abzubilden vermögen.

Sollte ich mit diesem Modell in der letzten Fassung vor der Wahl bei nur 3 oder weniger Staaten bezüglich des jeweiligen Siegers daneben liegen und vielleicht sogar den korrekten Gesamt-Sieger prognostizieren können, wäre das ein Grund für ein größeres Fest... ;-)

An Hand eines nicht sonderlich nahe spezifizierten Modelles prognostiziert Prof. Norpoth aus Stony Brook einen 54.7% zu 45.3% Sieg von George W. Bush über John Kerry.

Auf Basis der Einzelstaaten sähe sein Modell nach einer Berechnung meinerseits so aus wie in der folgenden Grafik:

norpoth

But sorry, I don't really believe this... ;-)

Vorhersage20040709

[Zugegeben: Wunschdenken...]

zu den US-Präsidentenwahlen (mit einer gewissen "Ohio-Fixierung"...)

http://bornheimer.twoday.net/referrers