FNP-Printausgabe vom 03.02.2005
Bussard greift Hündchen an
Frankfurt. Der Wüstenbussard sollte eigentlich die Tauben an der Alten Oper vertreiben. Doch gestern Vormittag suchte sich der Greifvogel ein ganz anderes Opfer: einen Schottischen Terrier. Der Hund musste nach dem Angriff in tierärztliche Behandlung. «Wir haben das Projekt sofort abgebrochen», sagte gestern Peter Postleb, Leiter der Stabsstelle Sauberes Frankfurt. Ob auch zukünftig die Greifvögel gegen die Taubenplage eingesetzt werden, ist noch nicht klar. «Wir müssen das genauesten überprüfen.» Der Vogel, der erst seit Montag im Einsatz war, wird in Frankfurt auf keinen Fall mehr auf Taubenjagd gehen. (sö)
Possierlich, finde ich. Und mindestens der zweite wirklich grobe Rohrkrepierer aus dem Hause Postleb, in dem der Zweck die Mittel auch dann heiligt, wenn er durch das gewählte Mittel nicht erreicht werden kann, da dieses EIGENTLICH um seiner selbst willen und nicht für schnöde Zweckerfüllung angewendet wird. Und ein sicherlich sehr lustiger Irrtum, weil, ha ha, das passiert halt, wenn man dem ganzen Schmutz an den Kragen will. Und wo gehobelt wird, fallen halt auch Spähne. Und überhaupt, was wäre denn Frankfurt OHNE Saubermänner? Ebend! Eine Stadt... ;-)
Siehe auch hr-online:
Frankfurt
Kunstwerk mit Sperrmüll verwechselt
Die Stadt, die Kunst und der Müll: In Frankfurt wurde ein Kunstwerk verbrannt
Kunst ist offensichtlich nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Was einst Joseph Beuys mit seiner Badewanne passierte, wiederfuhr nun ähnlich in Frankfurt dem Künstler Michael Beutler. Sein Werk wurde von einem Mitarbeiter der Stadt Frankfurt für Sperrmüll gehalten, abtransportiert und verbrannt.
„Übeltäter“ ist der von Oberbürgermeister Petra Roth persönlich bestellte Leiter der Stabsstelle «Sauberes Frankfurt», Peter Postleb. Er übernahm am Montag die Verantwortung - er selbst habe die gelben Plastikteile der Skulptur für Müll gehalten und ihren Abtransport veranlasst. Der Künstler Michael Beutler zeigte sich erfreut über Postlebs Offenheit und will keinen Schadensersatz verlangen.
Zehnteiliges Kunstwerk auf sieben Teile geschrumpft
Der Städel-Absolvent Beutler hatte unter dem Titel „nicht innen sondern außen - nicht drinnen sondern draußen“ für den Frankfurter Kunstverein über das ganze Stadtgebiet zehn Skulpturen verteilt, die er aus gelbem Betonschalmaterial fertigte. Die nur per Exkursion zu besichtigende Arbeit besteht jetzt nur noch aus sieben Teilen, da laut Kunstverein zwei weitere Werke auf unbekanntem Wege verschwunden sind. Die Ausstellung dauert noch bis zum 16. Januar.
Die Arbeiten des Städel-Schülers Beutler war von vornherein als vorübergehend geplant gewesen, das von einer Firma zur Verfügung Baumaterial sollte anschließend entsorgt oder von Anderen weiterverwendet werden. Ein Wiederaufbau habe keinen Sinn, da die Diskussion um das verschwundene Werk interessanter sei, meinte Beutler.
Ein Zeitungsfoto brachte es an den Tag
Postleb war nach eigenem Bekunden erst auf Grund eines Zeitungsfoto auf seinen Fehler aufmerksam geworden. „Da war kein Schild dran und die Einzelteile waren vom Wind zerfleddert“, entschuldigte er sich. Er habe angenommen, dass sich Leiharbeiter einen Unterstand aus den Schalteilen gebaut hätten. In den vergangenen Jahren sei zwei Mal der Abtransport von ähnlichen Werken in letzter Minute verhindert worden. Dabei habe es sich um ein mit Sand gefülltes Auto und eine an einen Baum gekettete Badewanne gehandelt.
Stadt hatte Kunstwerk genehmigt
Beim Kunstverein habe man schon geschmunzelt, dass ausgerechnet die Stadt vorher genehmigte Kunstwerke abräume, sagte Sprecherin Katja Schroeder. Damit habe keiner gerechnet. Mit Postleb habe sie vereinbart, dass die Stadt die ohnehin geplante Entsorgung des Materials übernehme.
Die legendäre Badewanne von Beuys
Legendär ist der Fall der beklebten und beschmierten Badewanne von Joseph Beuys (1921-1986). Frauen des SPD-Ortsvereins Leverkusen-Alkenrath hatten im Jahr 1973 die Skulptur bei einer Sommerparty im Schlossmuseum Morsbroich in einem Nebenraum entdeckt, sauber geschrubbt und zum Spülen von Gläsern zweckentfremdet. Künstler und Sammler tobten, während Beuys-Kritiker sich vor Lachen auf die Schenkel schlugen. Geschätzter Schaden: 40 000 Euro.
Stand: 10.01.2005.
Bussard greift Hündchen an
Frankfurt. Der Wüstenbussard sollte eigentlich die Tauben an der Alten Oper vertreiben. Doch gestern Vormittag suchte sich der Greifvogel ein ganz anderes Opfer: einen Schottischen Terrier. Der Hund musste nach dem Angriff in tierärztliche Behandlung. «Wir haben das Projekt sofort abgebrochen», sagte gestern Peter Postleb, Leiter der Stabsstelle Sauberes Frankfurt. Ob auch zukünftig die Greifvögel gegen die Taubenplage eingesetzt werden, ist noch nicht klar. «Wir müssen das genauesten überprüfen.» Der Vogel, der erst seit Montag im Einsatz war, wird in Frankfurt auf keinen Fall mehr auf Taubenjagd gehen. (sö)
Possierlich, finde ich. Und mindestens der zweite wirklich grobe Rohrkrepierer aus dem Hause Postleb, in dem der Zweck die Mittel auch dann heiligt, wenn er durch das gewählte Mittel nicht erreicht werden kann, da dieses EIGENTLICH um seiner selbst willen und nicht für schnöde Zweckerfüllung angewendet wird. Und ein sicherlich sehr lustiger Irrtum, weil, ha ha, das passiert halt, wenn man dem ganzen Schmutz an den Kragen will. Und wo gehobelt wird, fallen halt auch Spähne. Und überhaupt, was wäre denn Frankfurt OHNE Saubermänner? Ebend! Eine Stadt... ;-)
Siehe auch hr-online:
Frankfurt
Kunstwerk mit Sperrmüll verwechselt
Die Stadt, die Kunst und der Müll: In Frankfurt wurde ein Kunstwerk verbrannt
Kunst ist offensichtlich nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Was einst Joseph Beuys mit seiner Badewanne passierte, wiederfuhr nun ähnlich in Frankfurt dem Künstler Michael Beutler. Sein Werk wurde von einem Mitarbeiter der Stadt Frankfurt für Sperrmüll gehalten, abtransportiert und verbrannt.
„Übeltäter“ ist der von Oberbürgermeister Petra Roth persönlich bestellte Leiter der Stabsstelle «Sauberes Frankfurt», Peter Postleb. Er übernahm am Montag die Verantwortung - er selbst habe die gelben Plastikteile der Skulptur für Müll gehalten und ihren Abtransport veranlasst. Der Künstler Michael Beutler zeigte sich erfreut über Postlebs Offenheit und will keinen Schadensersatz verlangen.
Zehnteiliges Kunstwerk auf sieben Teile geschrumpft
Der Städel-Absolvent Beutler hatte unter dem Titel „nicht innen sondern außen - nicht drinnen sondern draußen“ für den Frankfurter Kunstverein über das ganze Stadtgebiet zehn Skulpturen verteilt, die er aus gelbem Betonschalmaterial fertigte. Die nur per Exkursion zu besichtigende Arbeit besteht jetzt nur noch aus sieben Teilen, da laut Kunstverein zwei weitere Werke auf unbekanntem Wege verschwunden sind. Die Ausstellung dauert noch bis zum 16. Januar.
Die Arbeiten des Städel-Schülers Beutler war von vornherein als vorübergehend geplant gewesen, das von einer Firma zur Verfügung Baumaterial sollte anschließend entsorgt oder von Anderen weiterverwendet werden. Ein Wiederaufbau habe keinen Sinn, da die Diskussion um das verschwundene Werk interessanter sei, meinte Beutler.
Ein Zeitungsfoto brachte es an den Tag
Postleb war nach eigenem Bekunden erst auf Grund eines Zeitungsfoto auf seinen Fehler aufmerksam geworden. „Da war kein Schild dran und die Einzelteile waren vom Wind zerfleddert“, entschuldigte er sich. Er habe angenommen, dass sich Leiharbeiter einen Unterstand aus den Schalteilen gebaut hätten. In den vergangenen Jahren sei zwei Mal der Abtransport von ähnlichen Werken in letzter Minute verhindert worden. Dabei habe es sich um ein mit Sand gefülltes Auto und eine an einen Baum gekettete Badewanne gehandelt.
Stadt hatte Kunstwerk genehmigt
Beim Kunstverein habe man schon geschmunzelt, dass ausgerechnet die Stadt vorher genehmigte Kunstwerke abräume, sagte Sprecherin Katja Schroeder. Damit habe keiner gerechnet. Mit Postleb habe sie vereinbart, dass die Stadt die ohnehin geplante Entsorgung des Materials übernehme.
Die legendäre Badewanne von Beuys
Legendär ist der Fall der beklebten und beschmierten Badewanne von Joseph Beuys (1921-1986). Frauen des SPD-Ortsvereins Leverkusen-Alkenrath hatten im Jahr 1973 die Skulptur bei einer Sommerparty im Schlossmuseum Morsbroich in einem Nebenraum entdeckt, sauber geschrubbt und zum Spülen von Gläsern zweckentfremdet. Künstler und Sammler tobten, während Beuys-Kritiker sich vor Lachen auf die Schenkel schlugen. Geschätzter Schaden: 40 000 Euro.
Stand: 10.01.2005.
Bornheimer - am Donnerstag, 3. Februar 2005, 21:31 - Rubrik: Frankfurter Allgemeines