Es hat schon was Faszinierendes, wenn eine Gruppierung, die mit Mühe noch gerade so als "Fraktion" bezeichnet werden kann - da sie nur knapp ein ergänzendes "Ein-Mann-" zu vermeiden vermocht hat -, auf die Idee kommt, sie könnte gegenüber einer Gruppierung, die satte 31 % (immerhin fast 3.700 Stimmen) erzielt hat so auftreten, als wäre sie in Bezug auf die Findung einer Mehrheit für diese andere Gruppierung absolut alternativlos.
Zumal dann, wenn es gleich eine ganze Reihe von anderen Angeboten gibt und die deutlichst stärkere Gruppierung quasi die freie Auswahl hat...
Ich wüsste wirklich gerne, was so Leute konsumieren.
Wäre vielleicht ganz gut für mein Ego, es denen gleichzutun.
Allerdings müsste ich vorher vorsichtshalber checken, ob das nicht, statt zu einem seeeehr hohen Selbstwertgefühl, nur zu ausgesprochen kreativen Halluzinationen führt.
Wie war das noch? "Wer 'Visionen' hat, sollte einen Doktor konsultieren"?
Ich beziehe mich hierbei übrigens auf den letzten Satz dieses Artikels. Und auf diese Daten: stupa2005_analyse_vorlufiges_amtliches_abgeglichen (xls, 187 KB)
Zumal dann, wenn es gleich eine ganze Reihe von anderen Angeboten gibt und die deutlichst stärkere Gruppierung quasi die freie Auswahl hat...
Ich wüsste wirklich gerne, was so Leute konsumieren.
Wäre vielleicht ganz gut für mein Ego, es denen gleichzutun.
Allerdings müsste ich vorher vorsichtshalber checken, ob das nicht, statt zu einem seeeehr hohen Selbstwertgefühl, nur zu ausgesprochen kreativen Halluzinationen führt.
Wie war das noch? "Wer 'Visionen' hat, sollte einen Doktor konsultieren"?
Ich beziehe mich hierbei übrigens auf den letzten Satz dieses Artikels. Und auf diese Daten: stupa2005_analyse_vorlufiges_amtliches_abgeglichen (xls, 187 KB)
Bornheimer - am Mittwoch, 2. Februar 2005, 01:34 - Rubrik: Akademisches
frau hitt meinte am 3. Feb, 12:46:
solche leute konsumieren größenwahnsinn in großen mengen! dies meinte ich an anderer stell mit "immer noch nicht dazu gelernt" und mit solchen leuten zu koalieren, kann doch für die grüne gruppe nicht wirklich interessant sein. das problem ist wohl, wenn die grüne gruppe an ihren grundsätzen, mit halbswegs vernünftigen gruppen zu koalieren, festhält, wohl leider wirklich nicht an den jusos vorbeikommt. oder kann die grüne gruppe auch alleine? aber die jusos sollten sich diesbzgl. m.E. diplomatischer verhalten und nicht diese tour (*wir sind ja so unumgänglich*) fahren.....
Bornheimer antwortete am 3. Feb, 20:06:
Einerseits - andererseits
Alleine mit 7 Sitzen ist zwar keine Mehrheit, die für die Wahl vom AStA-Vorsitz reicht.Aber zum einen ist die eh' geheim und zum anderen hatten die JuSos und ihre drei Partnergruppen im Dezember auch nur noch 7 Sitze.
Haushaltsfragen löst mensch ebenfalls besser im Konsens möglichst vieler Gruppen, da bei 11 Sitzen formaler Mindest-Haushaltsmehrheit dann auch mal wer fehlen kann, ohne dass es ein Problem gibt.
Gut: "Grün pur" bedeutet arsch viel Arbeit für die Gruppe und ihre UnterstützerInnen.
Aber wie heißt es doch bei Toyota: "Nichts ist unmöglich..."
frau hitt antwortete am 4. Feb, 11:01:
die frage ist aber doch, ob *grün pur* das ist, was von grün im eigentlichen angestrebt wird.grün hatte ich immer 'offen' in erinnerung. können und tun ist ein unterschied. aber schlußendlich kommt es wohl darauf an, dass wieder vernünftige und vor allem politik für die studierenden gemacht werden soll. und notfalls wohl dann auch eben pur.
Bornheimer antwortete am 4. Feb, 15:02:
Grün pur
Der Witz bei "Grün pur" ist für mich eigentlich, dass damit ein wesentlich weiteres Spektrum von Positionen eine Möglichkeit zur Partizipation hätte als es der Fall wäre, wenn eine Koalition eine ganz bestimmte Linie vorgeben würde und bestimmte Positionen aus Teilen der Koalition dadurch in der Außendarstellung nicht vorkommen würden.Klingt zwar paradox - ist aber potenziell möglich, wenn ich mir so einige Äußerungen aus anderen Gruppen so vergegenwärtige. Ich habe nicht den Eindruck, dass da Pluralismus gewünscht ist.
"Grün pur" als personelle Option hingegen kann eine positive Besetzung eines pluralistischen Diskurses bedeuten, der nicht auf "es gibt nur EINE Wahrheit - UNSERE!!!" hinausläuft.
Unter anderem auch, weil "Grün pur" zwangsläufig mit wechselnden Mehrheiten arbeiten und den pluralistischen Diskurs suchen müsste.
Ich finde es jedenfalls eine gedanklich reizvolle Variante.
Allemal reizvoller als einen dogmatischen Wahrheitsanspruch wie er sich in "an der Meinung X führt kein Weg vorbei"-Sprüchlein manifestiert...