Oft wird ja unterstellt, dass Publikationen von Hochschulen "Linkstendenz" hätten.
Der Uni-Report der Johann Wolfgang Goethe-Universität hat in seiner aktuellen Beilage für die Studierenden im ersten Semester da offensichtlich eine Ausnahme gemacht...
Siehe: http://www.muk.uni-frankfurt.de/org/ltg/admin/muk/Publikationen/UniReport/dokumente/ur-7-8/Ur-2007-02-aktuell.pdf
Eingeleitet wird diese Beilage mit einem Artikel eines Vizepräsidenten der Uni, ProfDr. Ingwer Ebsen (der Mann heißt wirklich so), in dem dieser den Fachschaften in Bezug auf die Verwendung der von den Studis ab dem Wintersemester zwangsweise eingezogenen "Studienbeiträge" von pro Semester 500 Euro lediglich ein bloßes Anhörungsrecht zugesteht. Nette Sache, das. Zum Einen wird man an der JWGU vom Mitglied einer Körperschaft zum Kunden einer Stiftung reduziert - und dann darf man statt mitbestimmen nur noch unverbindlich seine Meinung äußern, was etwa so viel Gewicht hat wie ein Leserbrief in der BILD...
Das wäre ja noch soweit im Rahmen des leider Üblichen; "ordre de mufti" statt Mitbestimmung ist man ja nun mittlerweile im allgemeinen Entmündigungsprozess gewohnt.
Die Sahnehaube darauf ist jedoch, dass dann bei den "Plänen von Studierenden für das Sommersemester" ein Kurzinterview mit dem örtlichen stellvertretenden RCDS-Vorsitzenden, der dann einfließen lässt:
[...]Außerdem bin ich auch hochschulpolitisch aktiv, beim RCDS. Da will ich auch noch ein bisschen was machen, um die Ziele des RCDS zu verwirklichen und unsere Wählerschaft besser vertreten zu können.
Man sollte noch ergänzend wissen, dass der RCDS Frankfurt am Main an der Uni seit der Einführung der Langzeit- und Zweitstudiengebühren, spätestens seit der Einführung einer Art "Wahlpflicht" zur Studierendenschaft, samt und sonders Ausflüsse der absoluten CDU-Landesherrschaft, nicht ganz unverdientermaßen das Dasein einer 2-von-21-Sitzen-Splittergruppe führt und dass seit diversen Ausgaben keine "Zufallstreffer" für derlei Befragungen mehr bei Mitgliedern des Studierendenparlaments gelandet sind. Von diesen hatte früher meines Wissens noch niemand auf die Mitgliedschaft in der jeweiligen Hochschulgruppe hingewiesen, geschweige denn auf die Wahlen - außer in der jeweiligen Dezember-Ausgabe, in der sich alle zur Wahl antretenden Gruppen gleichberechtigt äußern dürfen...
Ich persönlich hoffe, dass der AStA der Frankfurter Uni mit der Pressestelle derselben mal ein ernstes Wörtchen redet über die Frage der politischen Neutralität...
Der Uni-Report der Johann Wolfgang Goethe-Universität hat in seiner aktuellen Beilage für die Studierenden im ersten Semester da offensichtlich eine Ausnahme gemacht...
Siehe: http://www.muk.uni-frankfurt.de/org/ltg/admin/muk/Publikationen/UniReport/dokumente/ur-7-8/Ur-2007-02-aktuell.pdf
Eingeleitet wird diese Beilage mit einem Artikel eines Vizepräsidenten der Uni, ProfDr. Ingwer Ebsen (der Mann heißt wirklich so), in dem dieser den Fachschaften in Bezug auf die Verwendung der von den Studis ab dem Wintersemester zwangsweise eingezogenen "Studienbeiträge" von pro Semester 500 Euro lediglich ein bloßes Anhörungsrecht zugesteht. Nette Sache, das. Zum Einen wird man an der JWGU vom Mitglied einer Körperschaft zum Kunden einer Stiftung reduziert - und dann darf man statt mitbestimmen nur noch unverbindlich seine Meinung äußern, was etwa so viel Gewicht hat wie ein Leserbrief in der BILD...
Das wäre ja noch soweit im Rahmen des leider Üblichen; "ordre de mufti" statt Mitbestimmung ist man ja nun mittlerweile im allgemeinen Entmündigungsprozess gewohnt.
Die Sahnehaube darauf ist jedoch, dass dann bei den "Plänen von Studierenden für das Sommersemester" ein Kurzinterview mit dem örtlichen stellvertretenden RCDS-Vorsitzenden, der dann einfließen lässt:
[...]Außerdem bin ich auch hochschulpolitisch aktiv, beim RCDS. Da will ich auch noch ein bisschen was machen, um die Ziele des RCDS zu verwirklichen und unsere Wählerschaft besser vertreten zu können.
Man sollte noch ergänzend wissen, dass der RCDS Frankfurt am Main an der Uni seit der Einführung der Langzeit- und Zweitstudiengebühren, spätestens seit der Einführung einer Art "Wahlpflicht" zur Studierendenschaft, samt und sonders Ausflüsse der absoluten CDU-Landesherrschaft, nicht ganz unverdientermaßen das Dasein einer 2-von-21-Sitzen-Splittergruppe führt und dass seit diversen Ausgaben keine "Zufallstreffer" für derlei Befragungen mehr bei Mitgliedern des Studierendenparlaments gelandet sind. Von diesen hatte früher meines Wissens noch niemand auf die Mitgliedschaft in der jeweiligen Hochschulgruppe hingewiesen, geschweige denn auf die Wahlen - außer in der jeweiligen Dezember-Ausgabe, in der sich alle zur Wahl antretenden Gruppen gleichberechtigt äußern dürfen...
Ich persönlich hoffe, dass der AStA der Frankfurter Uni mit der Pressestelle derselben mal ein ernstes Wörtchen redet über die Frage der politischen Neutralität...
Bornheimer - am Sonntag, 15. April 2007, 18:54 - Rubrik: Akademisches